Das Bräunen nach kosmetischen Eingriffen erfordert ausreichend Zeit, damit sich die Haut regenerieren kann. Dieser Artikel gibt Ihnen Tipps für einen sicheren Beginn des Sonnenbadens nach verschiedenen ästhetischen Behandlungen. Sie erfahren, wie Sie die Heilung beschleunigen, Verfärbungen vermeiden und die Wirkung der Behandlungen schützen. Lesen Sie weiter, um Ihr Bräunen nach kosmetischen Eingriffen verantwortungsvoll zu planen.
Wie wirken sich kosmetische Eingriffe auf die Haut aus?
Kosmetische Eingriffe entfernen oft die äußere Schicht der Epidermis und legen empfindliche Zellen frei. Haut nach einem chemischen Peeling ist anfälliger für UV-Strahlung. Microneedling und Dermabrasion verursachen Mikroschäden, die eine intensive Regeneration erfordern. Lasertherapie wiederum kann Entzündungen und vorübergehenden Pigmentverlust verursachen.
Invasive Eingriffe schwächen die Hydrolipidbarriere der Haut. Das Entfernen der Schutzschicht der Epidermis erhöht das Risiko von Trockenheit und Reizungen. Ultraviolette Strahlung kann Entzündungen verstärken und den Heilungsprozess verlängern. Daher erfordert jede Therapieart eine individuelle Planung des Bräunens.
Während der Erholungsphase regeneriert sich die Haut in ihren tieferen Schichten. Melanozyten bauen allmählich den natürlichen UV-Schutz wieder auf. Zu frühe Sonneneinstrahlung kann zu Verfärbungen und Hyperpigmentierung führen. Deshalb sollte das Bräunen nach kosmetischen Eingriffen verschoben werden, bis die Haut vollständig verheilt ist.
Bräunung nach chemischen Peelings
Chemische Peelings entfernen abgestorbene Hautzellen mithilfe von Säuren unterschiedlicher Konzentration. Die Regenerationszeit hängt von der Tiefe des Peelings ab. Oberflächliche Peelings benötigen etwa eine Woche, um ihre natürliche Barriere wiederherzustellen. Mitteltiefe Peelings können zwei Wochen, tiefe Peelings bis zu einem Monat dauern.
In den ersten Tagen nach dem Eingriff kann sich die Hautoberfläche schälen und abblättern. Die Anwendung beruhigender Cremes mit Allantoin und Panthenol beschleunigt die Heilung. UV-Schutz ist hier entscheidend, um dunkle Flecken zu vermeiden. Nach der empfohlenen Einwirkzeit können Sie schrittweise mit sanfter Bräunung beginnen.
Bei der Wahl der Bräunungsmethode empfiehlt sich die Verwendung von Selbstbräunern oder getönten Kapseln. Dank ihnen erzielen Sie einen Bronzeeffekt, ohne Ihre Haut UV-Strahlung auszusetzen. Nachdem die Epidermis vollständig verheilt ist, können Sie langsam mit der Anwendung von Cremes mit Filter und Sonneneinstrahlung beginnen. Denken Sie daran, jedes Mal die Reaktion Ihrer Haut auf Licht zu testen.
Bräunung nach Microneedling
Microneedling stimuliert die Kollagenproduktion durch winzige Nadelstiche. Nach dem Eingriff kann die Haut einige Tage lang gerötet und gespannt sein. Mikroschäden heilen bei richtiger Pflege innerhalb einer Woche ab. Direkte Sonneneinstrahlung kann zu dauerhaften Reizungen führen.
Verwenden Sie während der Rekonvaleszenz ein Serum mit Peptiden und Hyaluronsäure. Diese stärken den Wiederaufbau der Schutzbarriere der Epidermis. Meiden Sie drei Tage nach dem Eingriff die Sonne und wählen Sie eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor 50. Erst nach einer Woche können Sie sanfte Bräunungssitzungen in Betracht ziehen, beginnend mit etwa zwölf Minuten.
Beschränken Sie den Aufenthalt in der Sonne auf die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag. Dies minimiert das Risiko von Verbrennungen und übermäßigen Entzündungen. Ein Hut und leichte Kleidung schützen empfindliche Hautpartien zusätzlich. Ein schrittweiser Übergang zur Sonne ermöglicht eine sichere Bräunung nach kosmetischen Eingriffen.
Bräunung nach Laserbehandlungen
Lasertherapien entfernen Verfärbungen und Narben und verbessern die Hautstruktur. Nach einer fraktionierten Laserbehandlung kann die Haut bis zu einer Woche lang gerötet sein. Bei intensiveren Behandlungen kann die Regeneration bis zu drei Wochen dauern. Sonnenvermeidung ist während der Heilungsphase unerlässlich.
Cremes mit Ceramiden und Antioxidantien beschleunigen den Wiederaufbau der Lipidschicht der Epidermis. Cremes mit Panthenol lindern Reizungen und unterstützen die Regeneration. Erst nach der vom Spezialisten empfohlenen Einwirkzeit können Sie mit dem Bräunen beginnen. Es empfiehlt sich, zunächst zu Selbstbräunern oder Bronzern zu greifen.
Wenn Sie ein Solarium besuchen möchten, warten Sie nach der Laserbehandlung mindestens vier Wochen. UV-Strahlung im Solarium kann Entzündungen verstärken und Verfärbungen verursachen. Natürliche Bräunung mit Lichtschutzfaktor 30+ ist sicherer und ermöglicht Ihnen eine kontrollierte UV-Dosis. Besprechen Sie das Datum der ersten Sonnenbestrahlung immer mit dem behandelnden Arzt.
Bräunung nach Fillern und Botox
Filler- und Botox-Behandlungen dringen nicht tief in die Epidermis ein. Direkte Sonneneinstrahlung über 24 Stunden kann jedoch das Risiko von Schwellungen und Blutergüssen erhöhen. Vermeiden Sie in den ersten 24 Stunden Sonne und Sauna, um eine Verschlimmerung der Schwellung zu vermeiden. Nach 48 Stunden können Sie langsam mit der Anwendung von UV-Filtern beginnen.
Cremes mit leichter Konsistenz schützen die Injektionsstelle vor übermäßigen äußeren Einflüssen. Ein hoher Lichtschutzfaktor (LSF 50+) schützt die Haut, ohne die Wirkung der Filler zu beeinträchtigen. Bräunung nach kosmetischen Behandlungen mit Botulinumtoxin erfordert Vorsicht. Natürliche Bräuner sind intensiven Sonnenbädern vorzuziehen.
Sollten an der Injektionsstelle Rötungen auftreten, warten Sie einige Tage. So verhindern Sie, dass das Präparat in tiefere Hautschichten eindringt. Selbstbräuner erzielen einen Bräunungseffekt ohne UV-Strahlung. Dadurch behält der kosmetische Filler länger sein natürliches Aussehen.
Vorbereitung der Haut auf sicheres Bräunen
Vor dem geplanten Bräunen nach den Behandlungen empfiehlt sich ein sanftes Enzympeeling. Es entfernt abgestorbene Zellen und gleicht den Hautton aus. Wählen Sie Präparate mit niedrigem pH-Wert, um die geschwächte Epidermis nicht zu reizen. Das Peeling bereitet die Haut auf die bessere Aufnahme von Filtern und Bräunungskosmetik vor.
Die Befeuchtung der Epidermis mit Cremes, die Hyaluronsäure und Ceramide enthalten, ist unerlässlich. Gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut erhält ihre Elastizität und einen ebenmäßigen Teint. Cremes mit Vitamin E und Pflanzenextrakten stärken die Schutzbarriere. Das macht das Bräunen nach kosmetischen Behandlungen effektiv und sicher.
Verwenden Sie vor jedem Sonnenbad eine Creme mit breitem Lichtschutzfaktor. Wählen Sie je nach Sonnenintensität einen Lichtschutzfaktor von 30 oder höher. Tragen Sie das Produkt alle zwei Stunden auf, um Hautschäden vorzubeugen. Nur systematischer Schutz sorgt für eine dauerhafte und gleichmäßige Bräune.
Emma Baumgart
